Molokai als verschlafene Insel
Die Insel Molokai von Hawaii hat eine wechselnde aber beeindruckende Geschichte, worauf sich auch noch aktuell das verschlafene bezieht. Die Geschichte erzählt von Bevölkerung und Aufgabe der Insel ebenso, wie von teilweiser Wiederbesiedlung und Menschen die einen Ort suchten, um aus dem bisherigen Leben auszusteigen. Schwerpunkt der Geschichte ist das Tal um Halawa Valley, zu dem nur eine kurvige und langsam befahrbare Küstenstraße führt. Zwei Wasserfälle grenzen an den Ort und schaffen eine natürliche Atmosphäre. Nach einer 1.000 jährigen Geschichte der Bevölkerung dieser Insel nach traditionellen Maßstäben musste dieses Tal 1957 letztendlich aufgegeben werden. Grund dafür war ein schwerer Tsunami, der keinen anderen Schritt zugelassen hat, da die Verwüstungen zu gewaltig waren. Lediglich Aussteiger erkannten den Wert dieses Ortes, die vor allem die Abgeschiedenheit zu schätzen wussten. Die sogenannten Outlaws hatten ihr Domizil dort bis in die 90′er Jahre, dann aber wollte man das Gebiet neu besiedeln und die Aussteiger wurden mehr oder weniger vertrieben. Nur wenige Familien haben bislang ihre Chance dort genutzt.
Wer als Besucher eine Tour unternehmen möchte, sollte schon einen Führer haben, der sich in den örtlichen Gegebenheiten auskennt. Eine Tour durch das landschaftlich und kulturelle Angebot kann nicht nur interessant sein, und bringt auch so manche Eindrücke mit sich, die man besonders mit einer Führung noch intensiver erleben kann. Geschichte und Kultur sind besonders auf Molokai dicht beieinander und zeigen dem Besucher wie wertvoll es ein kann auch die historischen und kulturellen Gegebenheiten eines Gebietes zu wahren. Modernes Ambiente und stetiges Wachstum lassen sich auch zum Vorteil ausblenden, ohne dass man auf etwas verzichten muss.
Von der Insel selbst isoliert liegt die Halbinsel Kalaupapa. Diese ist nur über einen engen Fußweg zu erreichen. Diese Insel hat ihre expliziten Besonderheiten. Um hierhin zu kommen, bedarf es auch einem speziellen Führer, da sonst ein Betreten üblicherweise verboten ist. Durch die gesonderte Lage war diese Halbinsel von Beginn an ein Ort, an dem man Menschen gesondert abzuschotten. Schwerpunkt war damals der Ort speziell als Quarantäne vorgesehen. Als Leprakolonie ging das Land in die Geschichte ein. Um das Jahr 1830 brach die Krankheit auf Hawaii aus und machte die Halbinsel ab dem Jahre 1865 zu einer Quarantänestation. Dies galt als anerkannter Weg, um die unheilbare Krankheit beherrschen zu können, und um sie einzudämmen.



